Unsere Innovations-Services im Rahmen des EDIHs

Mit Anfang Jänner 2023 startete Phase 1 unser EU/FFG Projekt „European Digital Innovation Hubs“ (EDIHs) – Crowd in Motion (CiMo) https://www.crowd-in-motion.eu/ (Konsortialführer die Salzburg Research). Mit Jänner 2026 beginnt nun die dreijährige Folge-Phase 2 EDIH-CiMo AI.

Der EDIH ermöglicht uns, Unternehmen sowie Organisationen der öffentlichen Hand bei Ihren Bemühungen zu unterstützen, die Möglichkeiten der digitalen Transformation für Produkt- und Service-Innovationen zu nutzen. Dafür stellen wir Dienstleistungen (Services) aus unserem vielfach-erprobten, hoch-individualisierten und stark interdisziplinäre Innovations-Portfolio zu Verfügung. Diese Services sind für geeignete Unternehmen* dank einer 100%-Förderung kostenfrei.

*Folgenden Unternehmen (bis zu 3000 MA) aus den Branchen (inklusive Zulieferbetriebe) können wir unsere Services im Rahmen des EDIHs kostenfrei anbieten: Sport- und Freizeit, Tourismus, Green-Deal, Kreislaufwirtschaft, Smart-City & Region, Öffentliche Hand. Es gilt die de-minimis Regelung (https://www.ffg.at/recht-finanzen/rechtliches_service_de-minimis-beihilfen).


​Für die Entwicklung, Prototypisierung und Validierung zukunftsweisender Ansätze und Lösungen bietet wir entlang des gesamten Innovationsprozesses Raum, Expertise, Infrastruktur und Programme. Dabei greifen wir auf ein erprobtes Angebot verschiedener Formate – von eintägigen Workshops bis hin zu mehrmonatigen Accelerator Programmen – zurück und entwickeln individuelle Lösungen mit unseren Expert*innen und Partner*innen.

In a Nutshell - Unsere EDIH-Services im Detail

ENTREPRENEURSHIP WORKSHOP: Dieser Workshop bringt die Mitarbeiter*Innen eines Unternehmens für 1,5 Tage in den „Start-up-Modus“: Basierend auf einem für das Unternehmen individualisierten und für die Teilnehmer*Innen motivierenden Ziel durchlaufen sie alle frühen Innovations-Phasen – von der Ideenfindung über das Prototyping/Testen bis hin zum Business Canvas und Pitching. Unsere WS-Struktur führt dabei zu einer starken Beteiligung und zu einer kollaborativen Arbeitsweise insbesondere anhand von zwei Zielen – dem gemeinsamen Prototypenbau sowie einem tragfähigen Business Case. Gemeinsam werden "Höhen und Tiefen" sowie kritische Innovationshürden und mögliche Erfolgsfaktoren in der Zusammenarbeit und der Innovations-Kultur erfahren. Dieser Workshop steht oft am Anfang einer spannenden Innovationsreise, welche auf ein Unternehmen bei der Erkundung und Einführung von Teilgebieten der digitalen Transformation zukommen wird . KI wird hier unterstützend für das Team eingesetzt – z.B. zum effizienten Wissensaufbau, zur Kreativitätsunterstützung und Ideengenerierung, zur Visualisierung und Inhaltserstellung sowie zur Erstellung der Pich-Präsentationen. Zudem kann KI auch als erster CAD-Assistent für die digitale Fertigung (Prototyping und Testen) eingesetzt werden.

AI-ASSISTED DESIGN THINKING WORKSHOP
: Dieser Workshop ermöglicht ein praxisrelevantes Eintauchen in den Design-Thinking-Prozess – vom Generieren eines Problem-Verständnisses über das Beobachten, die Definition von Nutzerbedürfnissen, die Ideenfindung, das Prototyping und Testen sowie der Reflexions-Phase. Dabei liegt der Fokus auf der Lösung einer realen gestellten Herausforderung mithilfe der Möglichkeiten der digitalen Transformation. Die Teilnehmer*Innen wenden in jeder Phase hilfreiche Methoden an, unterstützt von Innovations-Experten und Rapid Prototyping Tools, um funktionale Lösungen zu entwickeln und zu testen. KI ist nahtlos im gesamten Prozess integriert und unterstützt bei Kreativität, Visualisierung, parametrisches Design, Morphologie Optimierung und der Inhaltserstellung für Präsentationen.

AI-ASSISTED DESIGN SPRINT
: Eine strukturierte, kreative und interdisziplinäre Problem-Lösungsreise über 4–5 Tage, basierend auf dem Design Thinking Prozess. Das Ziel ist es, das inhärente Innovations-Risiko bei der Entwicklung von neuen Dienstleistungen und Produkte zu verringern, indem möglichst viele Ideen erkundet, die vielversprechendsten Prototypen erstellt und an echten Nutzern getestet werden. Dies führt typischerweise zu Spezifikationen für den nächsten Schritt, z. B. dem Proof of Concept (PoC) - Bootcamp und dem Minimum Viable Product (MVP) - Bootcamp. KI wird hauptsächlich zur Ideengenerierung und Kreativität-Erweiterung, zur Visualisierung und erste CAD-Entwürfen, interaktiven App-Mockups, Skizzen und erste parametrische Entwürfe, sowie bei der Inhaltserstellung von Präsentation eingesetzt. 

PROOF OF CONCEPT (POC) – BOOTCAMP
: In diesem 5-tägigen Prototyping-, Test und Validierungs-Format konzentriert sich ein multidisziplinäres Team darauf, eine praktikable Lösung für eine gegebene Herausforderung zu entwickeln. Das Konzept basiert auf dem Prinzip des agilen Design Thinking und dem zirkulären Innovationsprozess – auf dem Stellen der "richtigen" Fragen, auf Technologie-Scouting, Experimentieren, schnellem Prototypisieren, Trial & Error sowie dem „Failing-Fast“ - Prinzip. KI wird im Tech-Scouting und zum effizienten Wissensaufbau, zur Literatur-Suche, zur Programmier-Unterstützung, zum maschinellen Lernen sowie in der digitalen Fertigung (CAD, parametrisches Design, Pfad- und Ergebnisoptimierung) eingesetzt. 

MINIMUM VIABLE PRODUCT (MVP) – BOOTCAMP
: Aufbauend auf unserem Proof of Concept - Bootcamp konzentriert sich dieses Service darauf, gemeinsam mit dem Kunden ein Minimum Viable Product (MVP) zu entwickeln – ein funktionsfähiger Prototyp, der ehestmöglich Nutzer-Feedback ermöglicht, Risiken reduziert und die iterative Entwicklung unterstützt. Der Prozess liefert wertvolle Einblicke in Funktionalität, Benutzbarkeit im Alltag, potenzielle Schwächen, Kostentreiber und Herstellungsmethoden, sowie Spezifikationen für Materialien und Bauteile. KI unterstützt dieses Service primär im effizienten Wissensaufbau und Tech Scouting, in der Programmierung und Sensorik, im maschinellen Lernen und der digitalen Fertigung, sowie im CAD-Bereich (parametrisches Design und Optimierung). 

DIGITAL TRANSFORMATION HACKATHON
: Wir verstehen Hackathons als Workshop-Settings (typischerweise 2-4 Tage), wo wir die Kreativität, Vielfalt und Ideen junger Menschen (Schüler*Innen und Studierende) mit motivierenden, realen Herausforderungen von Unternehmen zusammenbringen. Die Teilnehmer*Innen werden im Rahmen eines strukturierten Innovationsprozess begleitet, welcher Komponenten von Design Thinking, Open Innovation, Co-Creation, Teambuilding und digitale Fertigung für Prototypen und Testen vereinigt. Die Challenges werden gemeinsam mit dem Kunden im thematischen Rahmen unseres EDIH entwickelt. So können vielversprechende Projekte in Folge auch durch weitere EDIH-Services wie z.B. Design Sprints oder Bootcamps weiterentwickelt werden. KI unterstützt den Prozess im effizienten Wissensaufbau, der Ideenfindung, im Prototyping und der Inhaltserstellung von Präsentationen. 

DIGITAL TRANSFORMATION EXCELLENCE MODULES
: Diese stark anwendungsorientierte Modul-Reihe – bestehend aus bis zu 5 Modulen a 3 Tage - befähigt die Teilnehmer*Innen, digitale Transformationsprojekte effizienter und risikoarmer durchzuführen. Die Module basieren auf agilem Design Thinking und dem zirkulärer Innovation-Prozess, und vermitteln wesentliche Tools wie parametrisches CAD, digitale Fertigung, Mikroelektronik, IoT und KI, um schnelles und effizientes Prototyping zu ermöglichen. KI unterstützt jede Phase, vom Wissensaufbau (z. B. Literatur- und Patentsuche, Knowledge Mapping) über Programmierung und Sensorik (z. B. Codegenerierung, Debugging, Automatisierung), digitale Fertigung (z. B. Design und Pfadoptimierung) bis hin zu kreativen Prozessen (z. B. Ideenfindung, Visualisierung, Inhaltserstellung und Präsentation).

BIO-INSPIRED DIGIAL DRIVEN INNOVATION: Lernen von der Natur, um technische Lösungen zu finden – dieser Workshop vermittelt, wie naturinspiriertes Design technische Innovation antreibt, wobei uns neuronale Netze als Ausgangspunkt dienen. Die Teilnehmer werden mit dem Bionik-Workflow, Bio-inspirierten Optimierungsstrategien und der Rolle von Bionik-Datenbanken vertraut gemacht, veranschaulicht durch Anwendungen in KI, Schwarmintelligenz, bio-inspirierte Robotik, additive Fertigung, Leichtbauweise und Optimierung von Fertigungs-Straßen. Der WS behandelt die Transformationsherausforderungen bei Bionik-Projekten und umfasst ein Portfolio aus Wissenschaft, praxisorientiertes Prototyping und digitale Fertigung.

AI-TECH SPRINT: Dieses dreitägige Programm verbindet Unternehmen und öffentliche Institutionen mit europäischen KI-Start-ups, um gemeinsam  Lösungen für reale Herausforderungen zu entwickeln. Mit Design Thinking, Co-Creation und Peer-to-Peer-Learning entwickeln die Teilnehmer*Innen gemeinsam technologiegetriebene Innovationen. KI unterstützt den Prozess durch Literatur- und Patentanalyse, Wissenskartierung, Suchmatrizen sowie als Kreativitäts- und Visualisierungshilfe. Das Programm kann als Ausgangspunkt eines begleiteten dreimonatigen Accelerator- Programms dienen, welcher in Folge die Zusammenarbeit mit ausgewählten Start-up-Teams intensiviert. 

AI-TECH-ACCELERATOR: Hier arbeiten die Teilnehmer*Innen über einen Zeitraum von drei Monaten mit europäische KI-Startups zusammen, um definierte Unternehmensherausforderungen zu lösen. Die teilnehmenden Unternehmen erhalten so Zugang zu maßgeschneiderten Start-up-Partnerschaften, während die Startups wichtige Erfahrung bzgl. Geschäftsmodell und Markbedürfnissen sammeln. Dieses Service umfasst das Startup-Scouting und -Matching, die Expertenmodule, einen strukturierten Austausch zwischen Unternehmen und Start-ups, sowie Unterstützung beim Proof of Concept. KI wird wie in den Tech-Sprint- und Bootcamp-Diensten, insbesondere für einen effizienten Wissensaufbau, die Ideen-Generierung, sowie das Prototyping eingesetzt.

Case: ARTROCK

ARTROCK ist ein kleines mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Jenbach und stellt qualitativ hochwertige Klettergriffe sowie hoch-individualisierte Kletterwände her. In einem Design Sprint wurde zunächst gemeinsam die Potentiale und Erfordernisse einer digitalisierten Kletterhalle erarbeitet. In der Folge wurde im Rahmen eines Proof of Concept-Bootcamps ein smarter Klettergriff entwickelt. Auf den Erkenntnissen aufbauend wurde dann ein Minimum Viable Products (MVPs) entwickelt.

(c) Christian Teissl
(c) Christian Teissl

Case: Naturpark Karwendel

Auch dieses Projekt wurde im Rahmen unseres EDIHs durchgeführt. Der Tiroler Verein Naturpark Karwendel ist in den Bereichen Naturschutz, Erholung und Tourismus, Umweltbildung, Wissen und Forschung, sowie Regionalentwicklung aktiv.

Ziel des gemeinsamen Design Sprints im Sommer 2023 war die Erarbeitung von Spezifikationen, welche eine zu entwickelnde „Digitale Ranger App“ zu erfüllen hat. Diese soll künftig die Ranger des Naturparks während ihrer Geländearbeit unterstützen.

Auf Basis der Spezifikationen wurde vom Verein Naturpark Karwendel erfolgreich ein Innovations-Förderantrag formuliert, welcher in weiterer Folge die Programmierung der App ermöglichte. (Link).

(c) Naturpark Karwendel
(c) Naturpark Karwendel

Success Story “Digital Peatland Model”

“Moore können zwar vieles, aber leider kein Selbstmarketing”

Kunde: SonntagPlus

Eingesetzte Technologie: CAD, Digital Fabrication, Sensors, Microcontrollers

Durchgeführte Services: Design Sprint (March 2024), Tech-Prototyping Bootcamp – PoC (Juli - Nov 2024), Digital Fabrication Product Dev. - MVP (Dez 2024 – Feb 2025)

Die Herausforderung: Torfgebiete sind eigenständige Ökosysteme, die aufgrund ihrer außergewöhnlichen Fähigkeit, CO₂ zu speichern, eine wichtige Rolle bei der Klimaregulierung, aber auch beim Schutz der Biodiversität sowie der Wasserspeicherung spielen. Trotz ihrer Bedeutung wurden sie historisch als geheimnisvoll wahrgenommen, und ihr ökologischer Wert ist nicht unmittelbar so erkennbar wie jener von Wäldern, Flüssen oder Berghabitaten.

Im Frühjahr 2024 wurde das Konzept entwickelt, um die ökologischen Funktionen und die Bedeutung von Torfgebieten durch ein interaktives mechanisch-digitales Modell zu veranschaulichen. Das Modell soll deren Struktur, Wasser- und CO₂-Speicherkapazitäten, die Auswirkungen der Entwässerung und den Renaturierungsprozess demonstrieren. SonntagPlus fehlten jedoch die notwendigen Ressourcen und die technische Expertise, um diese wirkungsvolle Initiative umzusetzen.

Beschreibung der Lösung

  1. Schritt 1: EDIH Design Sprint (März 2024) – Entwicklung von Spezifikationen - Partner: SonntagPlus, der Bundesland Tirol, Naturparks Kaunergrat und Karwendel, Umweltbildungsverband Natopia.
  2. Schritt 2: EDIH Tech-Prototyping Bootcamp (Juli–Nov 2024) – Übersetzung der Spezifikationen in einen Prototyp (PoC) – durch technische Entwicklung, Mikroelektronik, Sensoren, CAD, 3D-Druck, Laserschneiden und CNC-Fräsen. Der erste Prototyp (PEAT 1.0) wurde dann im Tiroler Landhaus vorgestellt und das gewonnene Feedback berücksichtigt > zwei Modelle- Ansatz: Modell A = gesundes, wachsendes Torfgebiet, Modell B = entwässertes Torfgebiet, Demonstration der Auswirkungen des Wassermanagements während der Renaturierung.
  3. Schritt 3: EDIH Digital Fabrication Product Development (Dez 2024–Feb 2025) – Iterative Weiterentwicklung zu einem skalierbaren Produkt (MVP, PEAT 2.0), Prototyping und öffentlichen Präsentationen. Die gelernten Lektionen prägten die nächste Phase.
  4. Folgende Schritte außerhalb von EDIH: Kleinproduktion von PEAT 3.0 – Modell wird Institutionen angeboten
  5. Weiterentwicklung von 3D-Modellen für Schulen im Rahmen eines FFG-Projekts und des MINT-Schwerpunkts (vorbehaltlich der Genehmigung, ab 2026).

Ergebnisse und Vorteile für das Unternehmen: Der Design Sprint definierte die didaktischen Ziele, Zielgruppen, Schlüsselinformationen und technischen Möglichkeiten für die Torflandmodelle und bildete die Spezifikationen für PEAT 1.0 mit fachkundiger Unterstützung in den Bereichen Innovation, Unternehmertum und Technologie. Im Tech-Prototyping Bootcamp wurde ein funktionierender Prototyp entwickelt. Eine realistische Torfschichtsimulation erwies sich als unpraktikabel, sodass sich der Fokus auf eine vereinfachte, greifbare und interaktive Darstellung von Torfgebieten in natürlichen, entwässerten und renaturierten Zuständen verlagerte. Das Feedback aus Besuchertests führte zu einer verbesserten Version mit zwei Modellen. Interaktive Mechanismen zeigten Renaturierung und CO₂-Aufnahme. Die Modelle wurden zum skalierbaren, marktfähigen PEAT 3.0 verfeinert, welches nun von einem Modellbauer in Kleinserien produziert wird. Die Kosten pro Einheit betragen 1.500–2.300 €, wobei die Erstkunden Naturparks, staatliche Organisationen, Schulen und Universitäten umfassen.

Lessons Learned: Dieser Case zeigt deutlich die Effizienz unseres interaktiven und cross-funktionalen Design-Thinking-Ansatzes – der Nutzung von unternehmerischem, innovativem, interdisziplinärem und technologischem Know-how – gepaart mit Tech-Prototyping-Bootcamps. Frühzeitiges Tech-Scouting, Prototyping und Testen ermöglichen eine steile Lernkurve, was wiederum die Kosten und Risiken bei der technologiegetriebenen Produktentwicklung reduziert

Interesse geweckt?

Wir freuen uns auf ein erstes Kennenlerngespräch, in welchem wir gemeinsam ihre Bedürfnisse bzgl. digitaler Transformation besprechen und geeignete Innovations-Services aus unserem EDIH-Portfolio identifizieren. Natürlich vertraulich uns kostenlos!

Terminvereinbarung bitte unter christian.teissl@fablab.tirol

Vereinsmitglieder


Standortagentur Tirol
(seit 2024)

Swarovski
(seit 2024)

Pfeifer Group
(seit 2024)

Gemeinde Wattens
(förderndes Mitglied seit 2026)

CEMIT
(2024-25)

Papierfabrik Wattens
(förderndes Mitglied seit 2025)

Industriellenvereinigung
(fördernes Mitglied seit 2024)